Die vorliegende Studie untersucht den didaktischen Mehrwert deutscher Werbespots im DaF-Unterricht auf dem Sprachniveau A1.2. Ausgangspunkt ist das Lehrwerk Deutsch macht Spaß, das in den 11. Klassen der Anadolu-Gymnasien in der Türkei eingesetzt wird. Ziel ist es zu zeigen, wie man durch die Integration eines authentischen Werbespots das Modul „Die Wohnung“ nicht nur sprachlich, sondern auch interkulturell bereichern kann. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf den kommunikativen und interkulturellen Ansatz, die die gleichzeitige Förderung aller vier Grundfertigkeiten – Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben – betonen. Authentische audiovisuelle Materialien wie Werbespots gelten dabei als besonders geeignet, da sie Sprache mit Bild, Musik und Emotionen verbinden und so ein motivierendes, alltagsnahes Lernumfeld schaffen. Methodisch wurde ein qualitativer, deskriptiver Zugang gewählt. Im Zentrum steht die Analyse des Werbespots „Höffner – verzaubert Kassel“ nach sprachlichen, kulturellen und didaktischen Kriterien. Auf dieser Basis wurde eine 40-minütige Unterrichtseinheit entwickelt, die Wortschatzarbeit, Hörverstehen, dialogische Sprechanlässe sowie kreative Schreibaufgaben integriert. Der originelle Beitrag dieser Arbeit liegt somit in der exemplarisch entwickelten Unterrichtseinheit die den Lehrkräften als ein Leitfaden dienen soll. Außerdem wurde veranschaulicht, dass Werbespots trotz ihres geringen sprachlichen Inputs ein hohes Potenzial zur Förderung der vier Fertigkeiten besitzen, sofern sie methodisch sorgfältig aufbereitet werden. Besonders visuelle Elemente und emotionale Gestaltung tragen dazu bei, die Motivation der Lernenden zu steigern und interkulturelle Sensibilität aufzubauen. Abschließend wird betont, dass deutsche Werbespots eine wertvolle Ergänzung zu traditionellen Lehrwerken darstellen. Sie fördern nicht nur sprachliche Kompetenz, sondern ermöglichen auch praxisnahe Einblicke in die Zielkultur. Die entwickelten Kriterien und das Unterrichtsmodell bieten Lehrkräften eine Orientierung für den gezielten Einsatz von Werbung im DaF-Unterricht und eröffnen Perspektiven für weiterführende Forschung.
This study explores the didactic potential of German commercials in teaching German as a Foreign Language (Gfl) at level A1.2. The starting point is the textbook Deutsch macht Spaß, which is used in the 11th grades of Anatolian High Schools in Turkey. The aim is to enrich the module “The Apartment” not only linguistically but also interculturally by integrating an authentic commercial. The theoretical framework is based on communicative and intercultural approaches, both of which emphasize the integrated development of the four fundamental skills – listening, speaking, reading, and writing. Authentic audiovisual materials such as commercials are considered particularly effective, as they combine language with visuals, music, and emotions, thereby creating a motivating and real-life learning environment. Methodologically, the study adopts a qualitative, descriptive approach. At its core is the analysis of the commercial “Höffner – verzaubert Kassel” in terms of linguistic, cultural, and didactic criteria. Based on this analysis, a 40-minute lesson plan was developed, combining vocabulary work, listening comprehension, dialogic speaking activities, and creative writing tasks. This exemplary lesson is intended to serve as a guide for teachers. In addition, it has been shown that commercials, despite their limited linguistic input, possess great potential for fostering the four skills, provided they are carefully prepared from a methodological perspective. In particular, visual elements and emotional design help to enhance learners’ motivation and foster intercultural sensitivity. In conclusion, German commercials are highlighted as a valuable complement to traditional teaching materials. They not only support language learning but also provide learners with practical insights into the target culture. The criteria and lesson model developed in this study offer teachers concrete guidance for the effective use of commercials in DaF instruction and point to promising directions for future research.
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